Fachgesellschaft3|16

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

Mit der Landesvertretung Bayern

4 minpp. 3435
Anmelden zum Merken
DGPPalliativmedizinLandesvertretung BayernFachgesellschaftPalliative Care
Im PDF lesenSeiten 34–35
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft mit mehr als 5.300 Mitgliedern. Ganz im palliativen Geist sind in ihr alle in der Palliativ- und Hospizversorgung beteiligten Berufsgruppen vertreten, zum Beispiel Mediziner, Pflegefachkräfte, Fachkräfte aus Psychologie, Seelsorge, Physiotherapie, Pharmazie und Sozialberufen.

Sie alle arbeiten in der DGP auf Augenhöhe zusammen. Für die Koordination der Aktivitäten der DGP und ihrer Mitglieder sorgt die Geschäftsstelle in Berlin. Die Mitglieder kommen in multiprofessionellen Arbeitsgruppen zusammen, um sich mit inhaltlichen Themen auseinanderzusetzen. So hat die AG Bildung Curricula für diverse Berufsgruppen entwickelt oder die AG Stationäre Versorgung Vorschläge für die Weiterentwicklung des Fallpauschalensystems mit palliativmedizin-spezifischen Prozedurenschlüsseln gemacht.

Die DGP veröffentlicht regelmäßig Stellungnahmen zu politischen und gesundheitspolitischen Themen, etwa zur Sterbebegleitung oder zur Finanzierung von Palliativversorgung. Sie erhebt im Nationalen Hospiz- und Palliativregister Daten zur Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Dadurch können künftig vergleichbare Daten für die Diskussion mit Politik und Kostenträgern bereitgestellt werden.

Die DGP stellt außerdem die Plattform Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland zur Verfügung, die eine Übersicht über Angebote und Einrichtungen bietet. Die Basis bilden Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung, die sich registrieren und ihre Kontaktdaten sowie weitere Informationen einpflegen können.

Die DGP ist Mitinitiatorin und Mitträgerin der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland und der nachfolgenden nationalen Strategie zur Palliativversorgung. Auch die Entwicklung der S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung gehört zu den größeren Projekten der letzten Jahre. Alle zwei Jahre veranstaltet die DGP einen Kongress und im Wechsel dazu einen Mitgliedertag.

Wissen zu schaffen in einem Feld, in dem es in so hohem Maße um Haltung, Empathie und Fürsorge geht, bedeutet vor allem: Kriterien für gute Palliativmedizin zu definieren, Wirkungen von Behandlung, Versorgung und Begleitung zu erforschen, Qualitätskriterien für Versorgung und Weiterbildung zu entwickeln und die notwendigen Rahmenbedingungen zu kennen.

Die Landesvertretung Bayern der DGP

Um speziell auf Länderebene agieren und regionale Besonderheiten gestalten zu können, haben sich in einigen Bundesländern Landesvertretungen gegründet. Die Landesvertretung Bayern wurde 2006 gegründet und hat inzwischen gut 820 Mitglieder. Sie wird von zwei Sprechern und zwei stellvertretenden Sprechern vertreten und durch Fachreferate unterstützt.

Zu diesen Fachreferaten gehören unter anderem stationäre Palliativversorgung, Palliativmedizinische Dienste, stationäre Hospize, Altenund Behindertenhilfe, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, allgemeine ambulante Palliativversorgung, Pädiatrie, Geriatrie, Forschung und Lehre, Fortund Weiterbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Jedes Mitglied der DGP in Bayern kann sich in arbeitsfeldbezogenen Arbeitsgruppen aktiv an der Landesvertretung beteiligen. Derzeit stehen zum Beispiel die allgemeine Palliativversorgung durch Hausärzte und die Etablierung sowie Weiterentwicklung von Palliativdiensten auf der Agenda. Geschäftsstelle und Sprecher der DGP-Landesvertretung Bayern halten engen Kontakt zur Politik, zum Ministerium und zu anderen Organisationen im Hospiz- und Palliativbereich.

Verwandte Artikel

Aus dieser Ausgabe

COLUMBA

3|16

Die dritte Ausgabe von COLUMBA beleuchtet die Rolle von Apothekern in der Palliativversorgung, Sternenkinder und Trauerbegleitung, Spiritual Care, craniosacrale Methoden und die bunte Vielfalt ehrenamtlicher Arbeit in Hospiz und Palliativstation.

Seiten 34–35